Interactive X-mas choir

  1. Video starten.
  2. Warten, bis Video vollständig geladen ist.
  3. Mit der Tastatur musizieren.

Interactive X-mas choir

Ich wünsche allen schöne Weihnachten!

http://www.webguerillas.ch/xmas/


Das Ende von Flash für mobile Geräte

Adobe hat in ihrem Flash Blog angekündigt, ihren Flash Player für mobile Geräte nicht mehr weiterzuentwickeln. Davon betroffen sind vor allem die Android- und die BlackBerry-Plattform, denn auf Apple’s iOS lief nie ein Flash Player, nachdem Steve Jobs Flash als «veraltete Technologie» gebrandmarkt und von iPhone, iPod und iPad verbannt hatte. Adobe setzt nun ganz auf HTML5 und auf Adobe AIR: «Our future work with Flash on mobile devices will be focused on enabling Flash developers to package native apps with Adobe AIR for all the major app stores.» Mit Adobe Edge und Muse bietet Adobe bereits HTML5-Entwicklungstools an.

Dieser Schritt, der Steve Jobs posthum Recht zu geben scheint, kann längerfristig das Ende von Flash bedeuten, denn die Zukunft liegt in den mobilen Geräten, nicht im traditionellen Desktop-PC (für den der Flash Player offenbar noch weiterentwickelt werden soll).

Nachtrag (13.11.2011): Mike Chambers, ein Chefentwickler von Flash, äussert sich in seinem Blog zum Entscheid von Adobe.


Touch Programming mit Codea (aka Codify)

Apps für mobile Geräte zu entwickeln ist aufwendig. Wer ein iPad besitzt und einen einfachen Zugang sucht, um darauf zu programmieren, wird sich vielleicht für Codea (formerly known as Codify) interessieren. Diese Entwicklungsumgebung (USD 7.99) basiert auf der Programmiersprache Lua und erlaubt es, eigene Projekte quasi «mit dem Finger» zu erstellen. Überzeugend ist die Möglichkeit, den Lage- und Beschleunigungssensor des iPads abzufragen und so Programme zu schreiben, welche die spezifischen Stärken des iPad nutzen. Allerdings sind die so entstehenden Programme auf dem eigenen iPad «gefangen», da es (noch) keine Möglichkeit gibt, sie übers Web (oder auf eine andere Art) anderen Nutzern zur Verfügung zu stellen (wie das z.B. bei Scratch der Fall ist). Aber es ist immerhin ein Anfang.


Wer hat’s erfunden? – Patentstreit ums iPad

Patentklagen sind gerade in der Technologiebranche ein beliebtes Instrument, um Konkurrenten zu bekämpfen. Im Moment liefern sich Apple und Samsung einen Schlagabtausch, der bisweilen groteske Züge annimmt. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, hat Samsung, um zu belegen, dass die Idee des iPads schon Jahrzehnte alt ist, einem amerikanischen Gericht als Beweismittel Ausschnitte aus Kubrick’s Klassiker „2001: A Space Odyssee“ (1968) vorgelegt, ebenso wie Bilder aus der britischen Fernsehserie „The Tomorrow People“ aus den siebziger Jahren:

iPads im Weltall

iPads im Weltall (2001: A Space Odyssee)

iPad mit Rollkragen (The Tomorrow People)

iPad mit Rollkragen (The Tomorrow People)

Im Netz macht man sich entsprechend lustig darüber und findet entsprechend weitere Belege dafür, dass das iPad eigentlich ein alter Hut ist:


Adobe Edge und Muse: Tools für HTML5

Es tut sich etwas an der HTML5-Front: Dass sich Apple weigert, Adobe’s Flash auf ihren iOS-Geräten zu unterstützen, ist bekannt. Adobe ist dadurch etwas unter Zugzwang geraten. Neben einem Konvertierungstool hat die Firma nun mit Adobe Edge auch ein Entwicklungstool veröffentlicht, das wie Flash eine Timeline-basierte grafische Oberfläche bietet. Animationen lassen sich wie in Flash gewohnt erstellen, mit dem Unterschied, dass der Output eben Web-Standards entspricht (d.h. HTML5, JavaScript und CSS). Adobe Edge ist vorläufig als „Preview“ frei verfügbar. Das kostenpflichtige Endprodukt ist für 2012 angekündigt.

Ein anderes neues Produkt von Adobe zur Erstellung von Webseiten ist Muse, momentan als kostenlose Betaversion verfügbar. Das Programm richtet sich an Grafikdesigner, die sich nicht mit HTML und JavaScript herumschlagen möchten, und ist am ehesten mit Apple’s iWeb vergleichbar. (Da Apple angekündigt hat, iWeb nicht weiterzuentwickeln, springt Adobe hier gewissermaßen in eine Lücke.) Interessant an Muse ist auch das Lizenzmodell: Die Software wird nicht gekauft, sondern im Abonnement gemietet und regelmäßig (wahrscheinlich vierteljährlich) aktualisiert. Angekündigt sind Preise von 20 USD pro Monat oder 180 USD pro Jahr. Bereits machen Gerüchte die Runde, dass Adobe in Zukunft das Subskriptionsmodell auch auf ihr Flagschiff, die Creative Suite, anwenden wird.


Social Media Explained ;-)


(Unbekannte Quelle)


Flash zu HTML5 umwandeln mit Swiffy und Wallaby

Mit der Weigerung von Apple, Flash auf iOS-Geräten zuzulassen, sehen sich viele Entwickler mit dem Problem konfrontiert, ihre mit Flash erstellten Inhalte zu portieren, und da kommen Swiffy und Wallaby gerade recht. Was nach Figuren in einem Zeichentrickfilm tönt, sind die Namen zweier experimenteller Projekte zur automatischen Konvertierung von Flash zu HTML5.

Google’s Swiffy ist ein webbasierter Dienst, der SWF-Dateien (daher der Name!) in HTML5 umwandelt. Bisher werden nur Dateien bis 512 KB akzeptiert, und viele ActionScript-Befehle (die Scriptsprache von Flash) werden noch nicht unterstützt.

Adobe’s Wallaby hingegen ist ein zu installierendes Programm (verfügbar für Mac und Windows), das FLA-Dateien, d.h. die Quelldateien von Flash, umwandelt. Auch hier werden längst nicht alle ActionScript-Befehle unterstützt, und die FLA-Datei muss mit Flash der Creative Suite 5 erstellt worden sein.

Beide Projekte erzeugen bei der Konvertierung eine HTML-Datei, die nur in einem WebKit-Browser (Google Chrome oder Safari) wiedergegeben wird. Meine ersten Versuche sind ernüchternd: einzig eine ganz einfache Animation ohne jede Interaktion (d.h. ohne ActionScript) wurde konvertiert (siehe Beispiel). Mit iSpring aus PowerPoint-Dateien erzeugte SWF hingegen brachten Swiffy an seine Grenzen. Aber immerhin zeigen die beiden Projekte, dass sich einiges tut, und es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis sich auch interaktives Flash korrekt konvertieren und damit auf iPhones und iPads darstellen lässt. Adobe hat ein Interesse daran, Flash als universelle Entwicklungsumgebung für Webinhalte am Leben zu erhalten, und unterstützt Google’s Swiffy:

«Adobe is pleased to see the Flash platform extended to devices which don’t support the Flash player. (…) Google and Adobe look forward to close collaboration around efforts like these.» (http://swiffy.googlelabs.com/faq.html)

 


Chromebook – Netbooks als Service

Letzten Mittwoch kündigte Google an der Entwicklerkonferenz I/O an, spezielle Chromebooks im Abonnement anzubieten – für 28 USD für Geschäftskunden und 20 USD für Studenten. Auf Notebooks von Acer und Samsung wird das ChromeOS als Betriebssystem laufen, das speziell für mobile Nutzer entwickelt wurde, die alle Dienste aus dem Web beziehen («Nothing but the Web»). Dateien und Programme werden aus dem Internet geladen und dort gespeichert. Ab 15. Juni werden die Chromebooks in den USA, in Frankreich, Deutschland, Holland, Spanien, Großbritannien und Italien zur Verfügung stehen. Die Subskription entspricht einem Leasingvertrag auf drei Jahre, nach dessen Ablauf das Chromebook durch ein aktuelles Modell ersetzt wird. Die Monatsgebühr umfasst neben der Hardware auch technischen Support, Garantie und die Nutzung verschiedener Webdienste von Google. Es bleibt abzuwarten, ob dieses Modell (leasen statt kaufen) für den Bildungsbereich zukunftsweisend sein wird. Jedenfalls wird deutlich, dass sich der Akzent immer mehr weg von reiner Hardware hin zu integrierten Services verschiebt.


Education free for all (at least for a month…)

Unter dem (Werbe-)Slogan Education free for all bietet der renommierte englische Verlag Routledge im April 2011 all seine 238 Education Journals kostenlos an. Für Studierende von EduMedia besonders interessant v.a. die Journals der Kategorie Open & Distance Education and eLearning.


Geschafft!

Diese Woche habe ich Post aus Duisburg erhalten: mein Master-Zeugnis (inkl. «Diploma Supplement»)! Damit ist der formelle Schlusspunkt unter ein Studium gesetzt, das mich in den letzten zweieinhalb Jahren intensiv beschäftigt hat. Wie intensiv, das zeigt sich erst jetzt, wo all die Lernaufgaben, die Klausurvorbereitungen und Medienprojekte wegfallen und die Freizeit auch wirklich freie Zeit bedeutet. Eine gewisse Leere ist spürbar nach dieser langen Ausrichtung auf ein Ziel. Ganz im Sinne von Oscar Wilde: «In dieser Welt gibt es nur zwei Tragödien. Die eine ist, nicht zu bekommen, was man möchte, und die andere ist, es zu bekommen.» Aber damit kann ich leben!

Mein «Bordbuch» möchte ich weiterführen, auch wenn ich wohl wie bisher nur sporadisch darin schreiben werde. Nur den Untertitel werde ich ändern: «Blog von Urs Ingold zum digitalen Lernen und Leben». Das lässt genügend Spielraum für alle Arten von Gedanken…