Das Ende von Flash für mobile Geräte

Adobe hat in ihrem Flash Blog angekündigt, ihren Flash Player für mobile Geräte nicht mehr weiterzuentwickeln. Davon betroffen sind vor allem die Android- und die BlackBerry-Plattform, denn auf Apple’s iOS lief nie ein Flash Player, nachdem Steve Jobs Flash als «veraltete Technologie» gebrandmarkt und von iPhone, iPod und iPad verbannt hatte. Adobe setzt nun ganz auf HTML5 und auf Adobe AIR: «Our future work with Flash on mobile devices will be focused on enabling Flash developers to package native apps with Adobe AIR for all the major app stores.» Mit Adobe Edge und Muse bietet Adobe bereits HTML5-Entwicklungstools an.

Dieser Schritt, der Steve Jobs posthum Recht zu geben scheint, kann längerfristig das Ende von Flash bedeuten, denn die Zukunft liegt in den mobilen Geräten, nicht im traditionellen Desktop-PC (für den der Flash Player offenbar noch weiterentwickelt werden soll).

Nachtrag (13.11.2011): Mike Chambers, ein Chefentwickler von Flash, äussert sich in seinem Blog zum Entscheid von Adobe.


2 Kommentare on “Das Ende von Flash für mobile Geräte”

  1. Thomas sagt:

    Na ja, es ist nicht einfach so, dass Steve Jobs posthum recht bekommt. Vielmehr ist es so, dass er das Ableben von Flash massiv forciert hat. Dadurch dass Apple Flash von seinen Mobiles ausgeschlossen hat, hat die Firma den Untergang von Flash bewusst in Kauf genommen oder gar vorangetrieben.
    Flash jetzt einfach als doof hinzustellen, wie das einige jetzt tun, greift übrigens zu kurz. Vergessen wir nicht, dass es vor wenigen Jahren Flash war, das multimediale Inhalte im Web ermöglichte. Rasch war das Flash-Plugin verbreitet. Audio-/ Video-Inhalte und interaktive Umgebungen konnten ohne Hindernisse plattform- und bowserübergreifend eingesetzt werden im Web.
    Flash gehört ein grosses Dankeschön dafür.

  2. Urs sagt:

    Lieber Thomas, ich wollte weder «Flash bashing» betreiben noch Steve Jobs glorifizieren. Du hast natürlich recht: wir verdanken Flash sehr viel. Unzählige attraktive, interaktive Webseiten wurden und werden mit Flash erstellt und tun Dinge, die mit HTML (auch HTML5) alleine nicht möglich wären. Steve Jobs’ Weigerung, Flash auf der iOS-Plattform zuzulassen, hat sicher auch zum Ende von Flash auf mobilen Geräten beigetragt (sein Widerstand war sicherlich nicht rein technisch begründet, sondern lag auch im Charakter von Jobs). Hätte es Adobe geschafft, einen schlanken, ressourcenschonenden Flashplayer für Android zu liefern, hätte dies Apple stark unter Druck gesetzt, letztlich doch nachzugeben. Aber offensichtlich war das technisch nicht möglich, und so kann es sein, dass Flash den Weg vieler Technologien geht und nach einer – langen – Blütezeit von einer neuen Technologie abgelöst wird.


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