Unterhaltungswert von Spam

Spam ist lästig, sicher. Manche Spam-Mail hat aber durchaus Unterhaltungswert, etwa der folgende raffinierte Phishing-Versuch (Umlaute erscheinen kyrillisch; Hervorhebungen von mir):

Lieber Benutzer der Dienstleistungen Autoscout24,

Wegen bevorstehenden 2009 und der neuen Дnderungen im Autoscout24 Dienstleistungsvertrag, den Sie zusдtzliche Details ьber Ihr Konto Autoscout24 einreichen mьssen. Das Abfahren von 2009 allen Konten Autoscout24 kommt mit kompletter ausfьhrlicher Information!  (…)

Wenn Sie kьrzlich auf Ihr Konto zugegriffen haben, wдhrend Reisen, dьrfte der ungewцhnliche Klotz in Versuchen von Ihnen eingeleitet worden sein. Jedoch, wenn Sie den Klotz in nicht eingeleitet haben, bitte Besuch autoscout24 sobald mцglich, Ihre Identitдt zu beglaubigen. (…)

Dank fьr Ihre Geduld, als wir zusammenarbeiten, Ihr Konto zu schьtzen.

Fьr mehr Informationen sieht bitte den Verbindungsblasebalg:

http://about.autoscout24.com/de-de/au-company/au-company-agb/au-company-agb-as24.aspx

AutoScout24 Team,
AutoScout24 GmbH
Rosenheimer Str. 143 b
81671 Mьnchen


PowerPoint und Gruppenaufgaben

Bei Gruppenaufgaben im Studiengang EduMedia wählen wir häufig ein arbeitsteiliges Vorgehen: Im ersten Online-Treffen gliedern wir die Aufgabe in Teilbereiche  und teilen die Arbeiten untereinander auf. Die Teilergebnisse werden dann in einem geeigneten Gefäß, z.B. einem Wiki gesammelt und am Ende in eine PowerPoint-Präsentation übertragen. Meine These: die Form der PowerPoint-Präsentation begünstigt das arbeitsteilige Vorgehen , da sich Folien gut «isolieren» und damit einzelnen Personen zuweisen lassen. So weit so gut – das ist eine sehr effiziente Arbeitsweise. Allerdings besteht die Gefahr, dass man nicht wirklich gemeinsam eine Lösung entwickelt, sondern das Ergebnis einfach aus Einzellösungen zusammensetzt. Ich habe selber mit Studierenden mehrfach die Erfahrung gemacht, dass die Vorträge, die als Gruppe zu erarbeiten waren, tatsächlich aus verschiedenen Einzelvorträgen zusammengeschustert waren. Und dabei hat sie PowerPoint begünstigt: Sie hatten sich einfach abgesprochen: X macht vier Folien, Y vier und Z noch vier. Fertig!

Es ist gar nicht einfach, Gruppenaufgaben zu stellen, die sich nicht arbeitsteilig lösen lassen, die also so angelegt sind, dass die Gruppe wirklich zusammenarbeiten muss. Die Präsentationsform kann die Vorgehensweise, wie im Fall von PowerPoint (oder einer anderen Präsentationssoftware), maßgeblich beeinflussen. Vielleicht sind Mindmaps oder Concept Maps eher geeignet? Kreative Ideen sind gefragt!

Hier möchte ich anmerken, dass die Verantwortlichen bei EduMedia ein offenes Ohr (bzw. Auge) für Kritik haben. So hat Frau Ojstersek meinen (wohlwollend) kritischen Blogeintrag (Durchhänger) gelesen und versucht, bei den Gruppenaufgaben Neues auszuprobieren. Das finde ich eine Stärke von EduMedia!


Google kündigt Chrome OS an

Google hat die Entwicklung eines eigenen Betriebssystems angekündigt: Google Chrome OS (nicht zu verwechseln mit Google’s Browser Chrome). Das neue OS ist als Open-Source-Projekt angelegt, soll im 2. Halbjahr 2010 verfügbar sein und auf Computern mit Intel x86- und ARM-Prozessoren laufen (Basis von Chrome OS ist ein Linux-Kernel). Es soll ein sehr schlankes, schnelles, sicheres und dadurch speziell auf die Nutzung des Webs ausgerichtetes Betriebssystem sein, ist also genau auf Netbooks zugeschnitten. Gerade für diese Computerklasse ist Windows 7 (aka Vista) zu ressourcenhungrig, und die verschiedenen Linux-Distributionen sind in der Bedienung leider oft hakelig. Google sieht also durchaus einen Markt für ein neues OS. Google Android für Smartphones, Google Chrome OS für Netbooks – man darf gespannt sein, wie Microsoft auf Google’s Initiativen reagieren wird!


Buchtipp: Online-Lernen

Über den Artikel «Didaktische Konzeption von Angeboten des Online-Lernens» im Takt «Didaktisches Design» bin ich auf den Sammelband Online-Lernen von Issing/Klimsa (Hrsg.) aufmerksam geworden. Die Rezension auf Amazon hat mich dann bewogen, das umfangreiche Buch (625 Seiten) zu kaufen. Insgesamt 64 Autorinnen und Autoren, darunter viele Koryphäen der deutschsprachigen E-Learning-Szene, beleuchten in 41 kurzen Artikeln fast alle Aspekte des Online-Lernens. So erhält man in konzentrierter Form einen guten Überblick sowohl über die theoretischen Fragestellungen als auch über die praktischen Anwendungen dieses Fachgebiets. (Natürlich habe ich noch nicht alle Artikel gelesen!)
Issing/Klimsa (Hrsg.): Online-Lernen. Handbuch für Wissenschaft und Praxis. München (Oldenbourg) 2009.


Durchhänger

Ich gebe es zu: Im Studiengang EduMedia habe ich einen Durchhänger. Vielleicht liegt es nur am schwül-heißen Wetter, vielleicht aber auch daran, dass nach den Prüfungen erst mal die Luft raus war, das Studium aber fast nahtlos weiterging. Oder vielleich auch daran, dass die ersten neuen Studienbriefe nicht wirklich Neues brachten, oder dass das Schema der Gruppenarbeiten (Fallbeispiel analysieren, PowerPoint erstellen, in Connect präsentieren) nicht mehr ganz so frisch wirkt.

Aber ich will nicht nöhlen. Durchhänger gehören zum Studium. Es gibt ja auch Positives zu vermerken: Wir haben jetzt statt drei paralleler Themen nur noch ein Thema aufs Mal, wir lernen «neue» Fachtutorinnen kennen (das ist keine Kritik an den «alten»!), das Medienprojekt bietet kreativen Freiraum. Und in der Lerngruppe probieren wir neue Begegnungsorte aus, letzten Montag etwa auf Kalles toller Insel in Second Life. Also viele gute Gründe, um dranzubleiben!


Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.