SOL Meilenstein 5
Veröffentlicht: 26. März 2009 Einsortiert unter: SOL | Tags: Joomla, JYAML, YAML 1 Kommentar »Das Lernziel 3 lautete: «Kennenlernen von JYAML als Basis für ein eigenes Joomla-Template»
Auch in dieser Phase gab es zeitliche Probleme: Um die geplanten 8 Stunden fürs SOL frei zu bekommen, musste ich eine Woche anhängen, sonst hätte es nicht gereicht. Alle Freitage in dieser SOL-Phase waren beruflich ausgebucht, obwohl dies eigentlich mein «Studientag» ist. Typisch fürs SOL war auch wieder, dass die Lernaufgaben immer Vorrang haben! Eigentlich schade, aber verständlich.
Zur Klärung vorneweg: JYAML ist eine Erweiterung zum CMS Joomla, mit der sich Joomla-Templates auf Basis des CSS-Frameworks YAML («Yet Another Multicolumn Layout») erstellen lassen. Beide Produkte stammen übrigens aus Deutschland: YAML wird von Dirk Jesse entwickelt, JYAML von Reinhard Hiebl.
Personal Learning Environments in der Schule
Veröffentlicht: 15. März 2009 Einsortiert unter: E-Learning, Educational Media | Tags: #PLE09, Beat Döbeli, Michael Kerres, Personal Learning Environments, Rolf Schulmeister Schreibe einen Kommentar »Am 13. März 2009 fand an der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz die Fachtagung «Personal Learning Environments in der Schule» statt. Thomas Stierli hat bereits seine Eindrücke im BullinoBlog veröffentlicht, die ich weitgehend teile. Deshalb meinerseits nur einige Ergänzungen:
In seinem Eröffnungsreferat bezeichnete Beat Döbeli Personal Learning Environments (PLE) als Kombination von persönlicher Hardware der Lernenden und von Software (lokal installiert oder als Online-Dienst). Bildungsinstitutionen müssten sich die Frage stellen, wie sie diese persönlichen Geräte in ihre ICT-Infrastruktur integrieren können. Er kündigte ein iPhone-Pilotprojekt an, das an der Projektschule Goldau, gesponsert von Swisscom, im Herbst 2009 starten soll. Eine ganze Primarschulklasse wird dabei mit iPhones ausgerüstet werden.
Die Keynote von Michael Kerres hieß «Personal Learning Environments: Von der Lehr- zur Lernform?». Er umriss die Merkmale des Web 2.0 und dessen Auswirkungen auf das Lernen («Learning 2.0 als Performing») und leitete daraus Konsequenzen für die LMS-Konzeption ab:
- Web 1.0: LMS als isolierte Inseln, die alle Tools und Dienste selbst anbieten, gegen außen geschlossen
- Web 2.0: LMS als permeable, verknüpfte Systeme. Lernen findet auch außerhalb der LMS statt. Die Angebote im Web, welche die Lernenden persönlich nutzen, müssen eingebunden werden. Als Beispiel nannte er den EduMedia-Studierendenblog: jeder Student bloggt im System seiner Wahl, die Inhalte werden via RSS-Feeds eingebunden. Das LMS als Community CMS (etwa Drupal) aggreggiert Inhalte aus unterschiedlichsten Quellen.
Konsequenzen sieht er auf der Ebene der Infrastruktur, der Ausbildung und des Contents:
- Infrastruktur: ubiquitären Zugang zum Internet sichern (Netbooks, Smartphones usw.). Ausstattung der Schulräume überdenken: Ist eine starre, frontal ausgerichtete Bestuhlung noch zeitgemäß?
- Ausbildung: mehr als «nur» Lehrerfortbildung ist die Integration von PLEs Teil der Schulentwicklung und des Change Managements.
- Content: vermehrter Einsatz von Open Educational Resources, Communities of Practice
PLEs stellen Bildungsinstitutionen vor Herausforderungen in folgenden Punkten:
- Komplexität («keep it simple, stupid»?)
- Kosten-/Nutzen-Verhältnis
- Kompatibilität zu Lehrplänen/Curricula
- Rahmenbedingungen
- Privatheit vs. Öffentlichkeit. PLEs sind, anders als LMS, nicht geschützt. Lernen heißt Fehler machen; aber sollen die Fehler öffentlich sichtbar werden?
In seiner Keynote widmete sich Rolf Schulmeister der Frage «PLE zwischen Alltäglichem und Besonderem: Was konstituiert eigentlich eine LERNumgebung?» Am Beispiel seines eigenen PLE zeigte er, dass ein PLE weit mehr ist als Hard- und Software: Es umfasst auch seine (Lern-)Geschichte, seinen Arbeitsplatz, seine Bibliothek, seine Mitarbeitenden, ja seine ganze Umwelt. Zum andern warnte er vor dem Wunschdenken, dass die Verfügbarkeit von PLE automatisch Lernprozesse auslöst. So bleibe der Medieneinsatz von Jugendlichen vielfach banal. «Ein PLE ist nicht Anstoß, Quelle oder Motiv für das Lernen.» Diese müssten von außen, von den Bildungsinstitutionen her kommen.
Seine Folgerungen und Forderungen:
- PLE sind mehr als nur Technik. Wir müssen den Blick aufs Ganze behalten.
- PLE machen geplantes und intendiertes Lehren nicht überflüssig.
- Man darf nicht nur Aufgaben stellen, die sich in PLE abbilden lassen.
Die Referate und Präsentationen werden in der kommenden Woche auf der Tagungswebsite veröffentlicht. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden gebeten, ihre Beiträge zur Tagung im Web mit dem Tag #PLE09 zu versehen. So lassen sich die Reaktionen leicht abrufen.
Primaten auf Facebook
Veröffentlicht: 9. März 2009 Einsortiert unter: Dies und das | Tags: Facebook, soziale Netzwerke, Twitter Schreibe einen Kommentar »Wie viele Freunde kann ein Mensch haben? Und wie viele Freunde online? Mit diesen Fragen befasst sich The Economist (28.2.09) unter dem Titel Primates on Facebook. Soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter machen es ihren Mitgliedern leicht, viele “Freunde” aufzunehmen und sie an ihrem Leben teilhaben zu lassen. Technisch mag es leicht sein, einen großen Freundeskreis aufzubauen, doch ein soziales Netz aufrecht zu halten, kostet “mentale Rechenleistung”. Nach Ansicht des Anthropologen Robin Dunbar beschränkt die kognitive Leistung des Gehirns die Größe eines sozialen Netzwerks. Im Falle des Menschen umfasst es 150 Personen (auch bekannt als Dunbar’s number).
Gilt diese Zahl auch für Netzwerke im Internet? Facebook lieferte für den Artikel die statistischen Daten: Die durchschnittliche Zahl von “Freunden” eines Facebook-Users beträgt 120, aber die Spannweite ist groß: Manche User haben mehr als 500 “Freunde”. Die Zahl der Personen, mit denen ein Facebook-User tatsächlich und häufig kommuniziert, ist aber erstaunlich klein und liegt durchschnittlich unter 10. Je aktiver und intimer die Kommunikation, desto kleiner und stabiler wird die Gruppe. Dies gilt auch für User mit 500 und mehr “Freunden”. Der Artikel kommt deshalb zum Schluss:
“People who are members of online social networks are not so much ‘networking’ as they are ‘broadcasting’ their lives to an outer tier of acquantances who aren’t necessarily inside the Dunbar circle.” (The Economist, 28.3.2009, S. 78)
Knowledge Navigator 1987
Veröffentlicht: 3. März 2009 Einsortiert unter: Dies und das 1 Kommentar »Es ist immer wieder spannend, vergangene Zukunftsprognosen mit der Realität zu vergleichen, besonders im Bereich der Computertechnologie. So etwa Apple’s Vision eines Knowledge Navigators aus dem Jahre 1987, als es zwar ein Internet, aber kein World Wide Web gab. Die darin gezeigte «intelligente» Suchmaschine ist ausschließlich sprachgesteuert, was zeigt, welch große Hoffnungen man damals in die Spracherkennung setzte (und die in dieser Form nicht erfüllt worden sind).